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Initiative "Apfelbaum braucht Wurzelraum"
 

In 90 Jahren hat sich in den Kleingärten ein vielfältiges Geflecht von ökologischen Strukturen entwickelt. In dieser Zeit konnten manche Apfelbäume ausladende Kronen entwickeln und Birnen in den Himmel wachsen. Es gibt aber auch andere große Bäume, wie die mächtige Ulme am Othmarscher Kirchenweg.

Viele alte Apfelsorten, die in den Gärten vorkommen gibt es sonst kaum mehr. Oder kennen Sie z.B. den Danziger Kant oder den Horneburger Pfannkuchenapfel?  

Alte knorrige Obstbäume, die vor zwei bis drei Generationen gepflanzt wurden, kann man nicht mehr umpflanzen. Kleine, neue können nur noch als Buschbäumchen mit schwach wachsenden Unterlagen gepflanzt werden, die selbst nach Jahrzehnten nicht mehr diese Größe erreichen.  

   

In den alten Obstbäumen und Hecken lebt eine Vielzahl von Vogelarten, nicht nur Amseln und Meisen, sondern auch Zaunkönig, Grün- und Buchfink, Gartenrotschwanz, Buntspecht und viele mehr, die in einer Neuanlage auf Minibäumchen keine Nester bauen, sich nicht verstecken oder Nahrung finden können.  

   

Die zahlreichen Gartenteiche sorgen jedes Jahr dafür, dass sich die Frösche und Molche in den Gärten wohl fühlen und vermehren. Wie sollen die auf den Deckel umziehen? Generell sind Teichneuanlagen mit einer Tiefe von ca. 70 cm wenig sinnvoll, weil diese bei Frost bis zum Boden durchfrieren und Tiere darin nicht überwintern können.  

   

Es ist ökologisch unsinnig, gewachsene intakte Gärten zu zerstören, um an anderer Stelle einen künstlichen Standort dafür zu schaffen (Dachbegrünung), der nicht in den ökologischen Kreislauf eingebunden ist.

Wie die zukünftige ökologische Qualität der jetzigen Gartenflächen aussehen könnte, kann man an den Neubauten auf dem Gelände  der alten Gärtnerei am Othmarscher Kirchenweg ansehen.  


So sehen neu angelegte Kleingärten aus.